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Sehen und Hören
Weitere Besonderheiten des Aufenthaltes unter Wasser ergeben sich auf Grund geänderter physikalischer Bedingungen des Sehens und Hörens. So wird Licht beim Eintritt von Luft in Wasser gebrochen und gestreut, so dass in größere Tiefen (über 100 m Tauchtiefe) selbst bei klarem Wasser praktisch kein sichtbares Licht mehr von der Wasseroberfläche hierher vordringt. Brechungen entstehen an der Wasseroberfläche, an der Wasser-Maskenglas-Grenze sowie an der inneren Maskenglasoberfläche. Dies führt dazu, dass Gegenstände unter Wasser um ein Drittel größer als in der Luft und um ein Viertel näher erscheinen, was für ungeübte Taucher erhebliche Probleme beim gezielten Ergreifen von Gegenständen unter Wasser bewirkt. Auch werden die unterschiedlichen Farbanteile weißen Lichtes im Wasser in abnehmender Reihenfolge von rot über orange, gelb, grün hin zu blau unterschiedlich stark absorbiert, so dass bereits in mäßiger Tiefe kein rotes Licht mehr vorhanden ist und rote Gegenstände nicht mehr richtig gesehen werden. In größerer Tiefe ist nur noch hellblaues Licht vorhanden. Zusätzliche Probleme der Orientierung treten durch Wassertrübungen wie Verschmutzungen oder Plankton auf, die zu Minderungen der Sichtweite bis auf weniger als 1 m mit entsprechend schwerer Orientierung führen. Auch die Akustik ist unter Wasser erheblich geändert, da die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Schalls im Wasser ca. 1000 Meter pro Sekunde (im Gegensatz zu ca. 330 m/sec in Luft) beträgt: Dies macht ein Richtungshören unter Wasser kaum möglich, da der Zeitunterschied zwischen beiden Ohren im Wasser dreimal kürzer als an Land ist. Dieser Bericht stammt von der Website: KFC Tauchmedizin und wurde von W. Müller
für meine Website freigeben.
Dr. med. Gerd Hoffmann
Sportmedizinisches Institut
an der J. W. Goethe-Universität
Frankfurt/Main
_______________________________________________________________________ Licht, Sehen unter Wasser: Welchen Einflüssen unterliegt das Licht beim Übergang ins Wasser und im Wasser? Es wird reflektiert, gebrochen, gestreut und absorbiert. Beschreibe die Einflüsse auf das Sehen unter Wasser durch: Lichtbrechung (Refraktion) Streuung des Lichtes Schwächung (Absorption) des Lichtes. __________________________________________________________ Lichtbrechung Gegenstände erscheinen 1/3 größer und 1/4 näher. __________________________________________________________ Streuung Eingeschränkte Sichtweite, der Kontrast wird geringer. __________________________________________________________ Schwächung Die Helligkeit wird mit zunehmender Tiefe geringer. Die Farben werden unterschiedlich stark abgeschwächt (Rot am stärksten, Blau am geringsten). __________________________________________________________ Absorption Dringt das Sonnenlicht ins Wasser ein, so wird das Licht geschwächt. Es wird in Wärme gewandelt. Die Folge ist, es wird mit zunehmender Tiefe dunkler und die Farben werden entsprechend ihrer Wellenlänge verschluckt. __________________________________________________________ Lichtbrechung An der Grenzfläche Luft –Wasser werden die Lichtstrahlen zum Lot hin gebrochen. Dadurch erscheinen unter Wasser alle Gegenstände 1/3 größer und 1/4 näher. __________________________________________________________ Streuung Dringt Sonnenlicht ins Wasser ein, trifft es auf schwebende Partikel. Dadurch werden die Lichtstrahlen abgelenkt, d.h. gestreut, und erzeugen ein diffuses Umfeld. |
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