|
Freitauchen / Apnoe
Die Geschichte des Apnoe - Tauchens
|
|
Libre |
Dynamic |
|
No Limit |
Static |
|
Variabel |
Constant |
Libre
Die Disziplin Libre ähnelt dem Tauchen
mit konstantem Gewicht. Es darf kein zusätzlicher Ballast für den Abstieg
verwendet werden. Jedoch ist es erlaubt, sich am Seil hinab, und beim
Rückweg hoch zu ziehen. Auf Flossen muss gänzlich verzichtet werden. Nur die
Kraft der Arme ist ausschlaggebend.
Wettbewerbe werden selten ausgeführt, aber es gibt Rekordlisten.
Dynamic
Dynamic oder Streckentauchen ist wie
Static eine Hallenbad-Disziplin. Der Taucher versucht mit einem Atemzug eine
möglichst große Distanz in der Horizontalen Lage zurückzulegen. Die Tiefe
spielt dabei keine Rolle, und richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten.
Dynamic findet entweder mit oder ohne Flossen statt, aber zwischen einem 25
m und 50 m Becken wird nicht unterschieden.
Es wird vor allem in den Wintermonaten gemacht, da das Tieftauchtraining in den Freigewässern nicht möglich ist. Das Streckentauchen ist eine hervorragende Übung um die Beinmuskulatur für die kommende Tieftauchsaison zu trainieren. Wettbewerbe finden oft in der Kombination mit Static statt. Gute Apnoisten erreichen beachtliche Distanzen und verwenden in der Regel die Monoflosse.
No Limit
No Limits, wie der Name schon sagt gibt
es hier keine Grenzen. Das Gewicht des Tauchschlittens, das den Taucher
hinabzieht, darf vom Ihm frei gewählt werden. Für den Rückweg ist es
erlaubt, in der maximalen Tiefe einen Hebesack zu füllen, der den Taucher
zurück an die Oberfläche bringt. Körperliche Kraftanstrengung fällt nahezu
weg, die Tauchtiefen werden von der Fähigkeit, den Wasserdruck auszugleichen
limitiert. Es ist wegen der enormen Tiefen die so erreicht werden, die wohl
spektakulärste und bekannteste Art des Freitauchens. Der Aufwand solche
Versuche zu organisieren ist beträchtlich, und das Risiko eines Unfalls weit
höher als bei den anderen Disziplinen.
Es gibt keine Wettkämpfe oder Meisterschaften, es werden aber Rekordlisten geführt. Weder Ärzte noch Wissenschaftler können sich die derzeitigen Rekordmarken erklären, da der menschliche Körper derartigen Druckbelastungen eigentlich nicht kompensieren kann.
Static
Static oder auch Zeittauchen genannt, ist
ein Hallenbad-Wettbewerb. Es wird die maximale Tauchzeit ermittelt, die man
mit einem Atemzug Unterwasser bleiben kann. Dabei ist es nicht erforderlich
vollständig abzutauchen. Auf der Oberfläche liegend, mit dem Gesicht im
Wasser ist die bevorzugte Haltung. Mit einem Sicherungs-Helfer werden
abgesprochene Zeichen ausgetauscht, um eine plötzliche Ohnmacht, wegen
Sauerstoffmangels sofort erkennen zu können. Die zu erwartende Tauchzeit
muss vorher angesagt werden. Das erste Zeichen des Sicherungs-Helfers
erfolgt spätestens eine Minute vor Ablauf der angegebenen Zeit.
Obwohl es sich scheinbar um eine harmlose Übung im sicheren Schwimmbecken handelt, ist ein Sicherungshelfer bei jedem Tauchversuch unerlässlich. Eine unbeobachtete Ohnmacht ist lebensgefährlich, da es bei dieser Disziplin schnell zu einem Blackout kommen kann.
Variabel
Der Taucher darf für den Abstieg ein
zusätzliches Gewicht von max. 30 kg verwenden. Das Gewicht in Form eines
Tauchschlittens, bringt den Athlet ohne große Kraftanstrengung an das Ziel,
und bleibt dort zurück. Der Rückweg zur Oberfläche muss aus eigener Kraft
bewältigt werden. Es ist erlaubt, sich mit den Armen am Seil zu ziehen, oder
mit Hilfe der Flossen nach oben zu schwimmen.
Variabel verlangt vom Athleten viel Erfahrung. Da der Abstieg nahezu mühelosen ist, aber darauf folgt der Kräftezehrende Rückweg. Tauchen mit variablem Gewicht ist keine Wettkampf-Disziplin, es werden aber Rekordlisten geführt.
Constant
Der Taucher muss mit eigener Kraft
hinabtauchen. Gewichte die den Abstieg erleichtern, und in der Tiefe
zurückbleiben sind nicht erlaubt. Das Eigengewicht darf nicht verändert
werden und bleibt während des Tauchgangs konstant. Als Führung dient ein
Seil, daran ist in der angestrebten Tiefe eine Plakette angebracht, die der
Taucher als Beweis der erreichten Tiefe mit nach oben bringen muss.
Das Seil darf nicht berührt werden. Zieht sich der Taucher daran hinab, oder auf dem Rückweg wieder hoch, wird er disqualifiziert. Lediglich zum Stoppen in der maximalen Tiefe, um die Plakette zu nehmen, ist es erlaubt an das Seil zu greifen. Bei Wettbewerben wird diese Disziplin meist in Kombination mit Static ausgetragen.
____________________________________________________
Training
Bereits seit Jahren gehört das Sonnengebet zu meiner unmittelbaren Vorbereitung auf Tauchgänge. Es ist eine anmutige Folge von 12 Positionen, die als ineinander übergehende Bewegungen geübt werden. Wichtig ist die Bewegungen mit der Atmung in Einklang zu bringen.

Der Anfänger beginnt mit vier Runden, und steigert sich dann allmählich auf 12 Durchgänge.
1. Stehe aufrecht mit geschlossenen Füssen, die Hände in Gebetshaltung vor der Brust gefaltet. Achte auf gleichmäßige Verteilung des Gewichts. Ausatmen
2. Einatmen, die Arme nach oben strecken, aus der Taille zurückbeugen, dabei die Hüften herausdrücken, die Beine gerade halten, den Hals entspannen.
3. Ausatmen, nach vorne beugen und die Handflächen auf den Boden legen; die Fingerspitzen sind in einer Linie mit den Zehen.
4. Einatmen, das rechte Bein nach hinten strecken und mit dem Knie den Boden berühren. Zurückbeugen und nach oben schauen, Kinn hoch.
5. Atem anhalten und auch das andere Bein zurückstrecken. Das Gewicht auf Hände und Zehen stützen. Kopf und Körper in einer Linie halten, zwischen den Händen zum Boden schauen.
6. Ausatmen; Knie, Brust und Stirn nach unten senken, Hüften anheben, die Zehen nach innen.
7. Einatmen, die Hüften senken, die Zehen nach hinten ausstrecken und den Oberkörper zurückbeugen. Die Beine geschlossen, die Schultern nach unten halten. Nach oben und zurück schauen.
8. Ausatmen, Zehen nach vorne, Hüften heben und den Körper in ein umgekehrtes “ V “ drehen, die Fersen und den Kopf auf den Boden zu bringen und die Schultern zurücknehmen.
9. Einatmen, den rechten Fuß nach vorne zwischen die Hände stellen, das andere Knie berührt den Boden. Nach oben schauen wie Position 4.
10. Ausatmen, das andere Bein nach vorne bringen, aus der Taille heraus nach unten beugen, die Handflächen wie in Position 3.
11. Einatmen, die Arme nach vorne, dann hoch über den Kopf nach hinten strecken und langsam aus der Taille heraus nach hinten beugen wie in Position 2.
12. Ausatmen, sacht in eine aufrechte Haltung zurückkommen und die Arme neben den Körper bringen.
____________________________________________________
Bevor man die Strömungsatmung durchführen kann, sollte man erfahren haben, wie das Strömungsgeräusch/Reibelaut entsteht. Versuche das Strömungsgeräusch nach folgender Anweisung durchzuführen:
Ein Reibelaut entsteht durch Kontraktion des oberen Schlundschnürers während der Ein- und der Ausatmung. Die Kontraktion muss motorisch fein dosiert sein. Die Kontraktion muss während der verschiedenen Atemphasen stabil gehalten und den Strömungsverhältnissen angepasst werden. Der Reibelaut sollte konstant bleiben in Lautstärke und Frequenz während der gesamten Ein- und Ausatmung.
Der obere Schlundschnürer ist ein Muskel, der am Schluckprozess beteiligt ist. Seine Form ist röhrenförmig, seine Funktion ist der Transport der Nahrung während des Schluckvorganges. Während vieler Verhaltensweisen kontrahiert jeder von uns den oberen Schlundschnürer unbewusst. Zum Beispiel beim Stöhnen, beim Erschrecken, beim Sprechen und beim anhauchen eines Spiegels.
Durchführung von Strömungsatmung:
Die Einatmung erfolgt langsam mit
konstantem Reibelaut. Während der Einatmung weiten sich langsam die Flanken.
Hierbei wird die Lunge zu etwa 80% gefüllt.
Die Pause nach der Einatmung:
Danach hält man eine kurze Atempause von etwa zwei Sekunden. Hierbei die
Atemwege offen halten !
Die Ausatmung:
Nun langsam mit konstantem Reibelaut ausatmen, hierbei die Flanken einziehen
und die Lunge maximal leeren.
Die Pause nach der Ausatmung:
Eine kurze Pause mit leerer Lunge von etwa zwei Sekunden halten.
Die Dauer:
Diese Form der Strömungsatmung kann solange geübt werden, wie es ohne
Anstrengung möglich ist, z.B. zwei Minuten.
Hinweis für Anfänger:
Die Dauer der einzelnen Atemphasen kann später bis zu 45 Sekunden betragen.
Am Anfang genügen bereits mehr als drei Sekunden. Wichtiger als die Dauer
der Atemphase ist die Qualität der Atmung.
Funktion/Wirkung:
1. Training der Ausatemmuskulatur,
besonders der Flankenmuskulatur.
2. Training der Schlundmuskulatur
3. Verlängerung der Atemphase
4. Erhöhung der Konzentration
____________________________________________________
Bevor man die Stoßatmung durchführt,
sollte man Kenntnis von der Atemmittellage haben, da die Stöße von dort aus
durchgeführt werden.
Atemmittellage:
Dies ist derjenige Bereich, von dem aus sowohl eine Einatmung als auch eine
Ausatmung möglich ist.
Durchführung:
Die Ausatmung
Durch Oberbauch-Kontraktion, ähnlich wie beim Hecheln, wird der
Oberbauch beim Ausatmen stoßartig nach innen gezogen. Hierbei muss in der
Nase ein Ausatemgeräusch entstehen, welches scharf und prägnant ist. Die
Ausatemstöße werden von der Atemmittellage aus getätigt.
Die Einatmung
Nach Beendigung des Stoßes wird die Oberbauchdecke losgelassen, dadurch
kommt passiv wieder Atem in die Lunge hinein.
Grundsätzlich
Die Einatmung ist also passiv und die Ausatmung aktiv ! Durch das
rhythmische Aneinandersetzen dieser Wechselvorgänge von passiv/aktiv und
durch Konzentration auf die Nase, dort wo das Ausatemgeräusch entsteht,
entwickelt sich die Stoßatmung. Die Frequenz liegt zwischen 2 Herz und 0,5
Herz. Das heißt der Anfänger beginnt mit etwa einem Atemstoß innerhalb von
zwei Sekunden. Der Fortgeschrittene kann bis zu zwei Atemstöße pro Sekunde
durchführen. Die Dauer der Stoßatmung sollte mindestens 30 Sekunden
betragen. Der Fortgeschrittene übt eine Dauer von bis zu zwei Minuten.
Funktion und Wirkung:
Kräftigung der Ausatmungs-Muskulatur des oberen Bauches und des Zwerchfells,
Erhöhung der Konzentration Minimierung der Atembedürfnisse Steigerung der
Wahrnehmung nach innen, Erhöhung der emotionalen Kontrolle
____________________________________________________
Die Lungenseitenatmung:
Die Lungenseitenatmung ist ein Wechsel zwischen der linken und der rechten Nasenöffnung bzw. Lungenhälfte. Vor der Durchführung der Übung sollte man die Handhaltung beherrschen. Mit der rechten Hand wird jeweils die linke oder die rechte Nasenöffnung verschlossen. Geübte können dabei das Fingerzeichen benutzen. Hierbei werden Zeigefinger und der Mittelfinger völlig gebeugt (in den Handteller). Ringfinger und kleiner Finger arbeiten dann gemeinsam mit dem Daumen, um die Nasenöffnung jeweils zu verschließen.
Durchführung der Lungenseitenatmung:
1. Die rechte Nasenöffnung wird
verschlossen
2. Einatmung (EA) durch die linke Nasenöffnung EA
3. Linke Nasenöffnung verschließen, rechte Nasenöffnung öffnen Wechseln
4. Ausatmung (AA) durch die rechte Nasenöffnung AA
5. Einatmung durch die rechte Nasenöffnung EA
6. Rechte Nasenöffnung verschließen, linke Nasenöffnung öffnen Wechseln
7. AA durch die linke Nasenöffnung AA
8. weiter bei 2.
Die Qualität der Atmung sollte so
gleichmäßig, so selten und so lange wie möglich sein.
Durch diese Übung erreicht man eine Kräftigung der Ausatemmuskulatur der
Flanken, eine Harmonisierung des Befindens, Maximierung der Qualität der
Atmung und eine Steigerung der Wahrnehmung nach innen.
Die Inhalte sind zum Teil von der Homepage von Benjamin Franz entnommen !
Vielen Dank auch noch an Stefan Gerlach, der mir viele Informationen zur Verfügung gestellt hat!!!
Seine Internetseite: hier