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Tauchen
Tauchen lässt sich in einteilen in das
Apnoetauchen und in das Gerätetauchen. ____________________________________________________
Die ABC Ausrüstung besteht hauptsächlich
aus drei Teile: Maske, Flossen und Schnorchel. Mit diesen Gegenständen kann
der Einstieg in das Tauchvergnügen beginnen. Tatsächlich sind es für manche
Taucher die einzigen Ausrüstungsteile, die sie überhaupt benötigen. Sie
ziehen es vor, keine technischen Geräte zu benutzen, sondern sich mit den
Flossen an der Oberfläche fortzubewegen, durch die Maske die Unterwasserwelt
zu beobachten und durch den Schnorchel zu atmen. Wenn sie etwas tiefer
tauchen wollen, halten sie einfach die Luft an. ____________________________________________________ Drucklufttauchgeräte lassen sich in 2 Kategorien einordnen: 1: offene Systeme 2: Rebreather/Kreislaufgeräte ____________________________________________________ Offene Systeme Unter offenen Tauchgeräten versteht man das verbreiteste Tauchgerät der Welt. Es wird mit Flaschen getaucht und in einer ersten Stufe wird an der Falsche der Falschdruck in einen Mitteldruck von etwa 9 bis 13 bar umgewandelt. Im Atmenregler, der zweiten Stufe, wird dieser Mitteldruck anschließend in einen Umgebungsdruck umgewandelt, damit keinerlei Gefahr bei atmen besteht. Nachdem die Luft eingeatmet wurde, wird die Ausatemluft an die Umgebung abgegeben. Einige Geräte wandeln auch sofort den Flaschendruck in einen Umgebungsdruck um. Die Luftmenge in der Flasche gibt unter anderem die Tauchzeit vor, da mit jedem Atemzug die Falsche leerer und leerer wird. ____________________________________________________ Rebreather/Kreislaufgeräte: Was bedeutet "REBREATHER"? Ganz einfach: "to breath" ist englisch und heißt "atmen", RE-BREATH bedeutet also: wieder-atmen, wieder-ein-atmen ... Im Gegensatz zum normalen Presslufttauchgerät (dem SCUBA), bei dem eure verbrauchte Luft ausgeatmet wird (die Luftblasen aus dem Blasenabweiser an der 2. Stufe), wird bei einem Rebreather die ausgeatmete Luft wieder verwendet. Die ausgeatmete Luft wird also nicht einfach in die Umgebung abgeblasen sondern wieder dem Atem-Kreislauf zugeführt. Das Kohlendioxid, welches euer Körper beim Veratmen vom Sauerstoff erzeugt, wird über eine chemische Substanz gebunden (dem Atemkalk) und wieder mit frischem Atemgas angereichert. Eure Atemluft zirkuliert somit in einem Kreislauf, deshalb die deutsche Bezeichnung "Kreislaufgerät". Da die verbrauchte Luft beim Ausatmen nicht entweicht, entstehen keine Luftblasen (bzw. kaum ...). Daher waren diese Geräte schon immer für die Militärs interessant. Erfunden wurden Rebreather bereits 1879 von Henry Fleuss. Vorteile von Rebreathern sind: o 1. bessere Ausnutzung des Atemgases o 2. keine, bzw. kaum Luftblasen, geringe Geräuschentwicklung o 3. längere Nullzeiten, z.B. durch Verwendung von NITROX o 4. warme, angefeuchtete Atemluft o 5. Überschaulicheres Tauchgepäck bei längeren Touren
o
6. kaum Müdigkeit nach
einem längeren Tauchgang 1.: durch den Kreislauf, d.h.: die Entfernung des Kohlendioxids und da kaum Atemgas an die Umgebung abgegeben wird: wesentlich bessere Ausnutzung des Atemgases, also prinzipiell längere Tauchzeiten! 2.: Für Photographen und Höhlentaucher besonders interessant: scheue Tiere flüchten normalerweise wegen den Luftblasen und Geräuschen eines normalen SCUBA Geräts. In Höhlen werden durch Luftblasen auch Sedimente aufgewirbelt. 3.: durch NITROX nehmt ihr weniger Stickstoff auf und habt so längere Nullzeiten
4.: Pressluft ist stark getrocknet, wenn
sie aus dem Kompressor in die Flaschen gefüllt wird. 5.: eine kleine 4 Liter NITROX Flasche ist gut für ca. 70 - 120 Minuten Tauchvergnügen .... (Je nach Gemisch und Typ des Rebreathers) 6.: viele Taucher berichten nach einem Tauchgang mit NITROX, dass sie kaum Müdigkeit verspüren im Vergleich zu einem Tauchgang mit Pressluft. Viele Taucher berichten ebenfalls nach NITROX Tauchgängen, dass sie viel entspannter tauchen würden ...
o Semi-Closed Rebreather (SCR) o Closed Circuit Rebreather (CCR) o Geräte mit Pre-Mix o Selbstmischende Geräte
Closed Circuit Rebreather (CCR)
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Nitrox ist ein Gemisch aus den Gasen Stickstoff und Sauerstoff, im Englischen NITRogen und OXygen, daher der Name NITROX. Wir allen kennen Nitrox, da es das ist was wir täglich atmen: Luft. Aber Luft ist nur eines von vielen möglichen Nitroxgemischen, nämlich eines aus annähernd 21% Sauerstoff und 79% Stickstoff. Wenn Nitrox etwas so normales ist, warum wird dann so ein Trubel darum gemacht ? Nun, beim Nitroxtauchen werden diese beiden Gaskomponenten so variiert, dass die Nullzeiten verlängert, bzw. die Dekozeiten minimiert werden. Standardgemische und BezeichnungenEs gibt zwei Standardgemische für Nitrox, dies sind EAN32 und EAN36. Die Bezeichnung EAN steht für Enriched Air Nitrox, was soviel heißt wie "mit Sauerstoff angereicherte Luft". Die Zahl hinter EAN gibt den Prozentsatz Sauerstoff an, der in diesem Gemisch enthalten ist, in EAN32 sind also 32% Sauerstoff enthalten, in EAN36 sind es 36% Sauerstoff. Die restlichen 68% bei EAN32, bzw. 64% bei EAN36 sind Stickstoff. Da Nitrox im allgemeinen aus Luft und Sauerstoff hergestellt wird, sind in dem restlichen Gas natürlich alle die Gase enthalten, welche auch in der Luft zu geringen Teilen enthalten sind. Die amerikanische Organisation NOAA erforschte sehr ausführlich die Eigenschaften des Nitroxtauchens und definierte auch diese beiden Standardgemische, weshalb das EAN32 auch NOAI und EAN36 auch NOAII genannt werden. Diese beiden Gemische sind die am besten verfügbaren Nitroxgemische. Generell werden auch alle anderen, auf einen bestimmten Zweck optimierten Nitroxgemische als EANXX bezeichnet, wobei XX für den Sauerstoffanteil im Gemisch steht. Äquivalente LufttiefeEigentlich ist die Bezeichnung "Sauerstoffangereicherte Luft" vom Zweck her falsch, richtiger währe "Stickstoffreduzierte Luft", da der Vorteil von Nitrox nicht im höheren Sauerstoffanteil liegt, sondern im verringerten Anteil von Stickstoff. Die Aufsättigung mit Stickstoff bestimmt unsere Nullzeiten und Dekozeiten auf bestimmten Tauchtiefen. Wird jetzt der Stickstoffanteil im Atemgase verändert, so ändern sich auch diese Zeiten. Untersuchungen haben ergeben, dass diese Zeiten direkt vom Partialdruck dieses Gases abhängig sind. Doch wie erhalte ich jetzt die Nullzeiten oder Dekozeiten für ein bestimmtes Nitroxgemisch ? Die Lösung ist relativ einfach, man berechnet den Partialdruck des Stickstoffs für die gewünschte Tauchtiefe und berechnet auf welcher Tiefe, Luft den gleichen Stickstoffpartialdruck besitzt. Dann hat man die "Äquivalente Lufttiefe" berechnet, also die Tiefe auf der Luft den gleichen Stickstoffpartialdruck besitzt wie das Nitroxgemisch. Diese "Äquivalente Lufttiefe" (englisch: EAD [Equivalent Air Depth]), was bringt die uns ? Ganz einfach, man nimmt Tauchtabellen für Luft, und kann sie für das Tauchen mit Nitrox verwenden. Aber man muss immer die maximale Tiefe des Nitroxtauchgangs und das Gemisch kennen, die EAD berechnen, um dann die geeignete Lufttabelle (Nitroxtabellen) zu benutzen. Sauerstoffpartialdruck, maximale Einsatztiefe
Jetzt haben wir schon viel über die
Vorteile von Nitrox gehört. Was ist also der Nachteil von Nitrox ? Durch die
Erhöhung des Sauerstoffanteils im Atemgas, erhöht sich der
Sauerstoffpartialdruck. Dieser begrenzt die Einsatztiefe unseres Gemisches,
da der Sauerstoff ab einem bestimmten Partialdruck toxisch, also giftig
wird. Als absoluter Grenzwert für das Tauchen wird 1,6 bar genannt, wobei
pro Stressfaktor 0,1 bar abgezogen werden. Für kaltes Wasser, Anstrengung
etc. sollten also jeweils 0,1 abgezogen werden.
Sauerstoffverträglichkeit über längere ZeitEs kann auch zu einer Intoleranz der Lungen gegenüber Sauerstoff kommen, gegenwärtig nimmt man einen Wert von 850 Einheiten für einen Tauchtag als Grenzwert an. Diese Sauerstoffintoleranz kommt jedoch nur bei außerordentlich extremen Tauchgängen oder bei einer Rekompressionstherapie ( dann gilt als Grenzwert 1440 Einheiten ) zum Tragen, da die Expositionszeiten dermaßen hoch sind, dass sie für den normalen Taucher eigentlich zu vernachlässigen sind. Für einen Tauchgang mit 1,6 bar pO2 und einer Länge von einer Stunde würde man gerade 115 Einheiten ansammeln, läge aber schon über dem Grenzwert für die zulässige Einwirkungszeit bei 1,6 bar pO2. ____________________________________________________ Trimix Trimix ist ein Gemisch aus den Gasen Sauerstoff, Stickstoff und Helium. Was ist jetzt der Vorteil von Trimix gegenüber Pressluft oder Nitrox ? Nun angenommen wir wollen ein tiefes Wrack auf 65 Metern besuchen, das Wasser ist sehr kalt und wir wollen 20 Minuten Grundzeit haben. Wenn wir jetzt nach einem geeigneten Tauchgas suchen, werden wir feststellen, dass Nitrox ungeeignet ist und dass wir mit Pressluft auf 65 Metern ein ganz schön narkotisches Potential haben. Ein Tiefenrausch wäre auf dieser Tiefe sehr wahrscheinlich. Auf 65 Metern haben wir bei Pressluft einen Sauerstoffpartialdruck von etwa 1,6 bar, dieser wäre für unseren geplanten Tauchgang in Ordnung. Also dachte man sich, man ersetzt einen Teil des Stickstoff in der Atemluft durch Helium, welches nicht so narkotisch wirkt wie Stickstoff. Wenn wir etwa die Hälfte des Stickstoffs durch Helium ersetzen, erhalten wir dann ein 21/40 Trimix, also 21% Sauerstoff, 40% Helium und der Rest Stickstoff, also 39%. Mit diesem Gemisch können wir dann einen Tauchgang unternehmen, welcher von der Narkose her mit einem Presslufttauchgang auf 32,5 Metern zu vergleichen ist. In der Literatur ist auch häufig der Begriff Heliox zu finden. Eigenschaften von HeliumHelium hat im Vergleich zu Stickstoff ein paar grundlegend andere Eigenschaften. Helium ist farblos, geruchlos und geschmacklos. Durch die andere Dichte von Helium wird die Stimme verzerrt. Außerdem besitzt Helium eine hohe thermische Leitfähigkeit. Durch die geringe Dichte und die fehlende narkotischen Eigenschaften, wird Helium in Gasgemischen zum Tieftauchen verwendet. Bei sehr hohen Partialdrücken von Helium kann das HPNS ( High Pressure Nervous Syndrome ) auftreten, das sich auf das Nervensystem auswirkt und zur Unkontrollierbarkeit von Gliedmaßen führen kann. Eine weitere schlechte Eigenschaft von Helium ist der Preis, es ist relativ teuer. Äquivalente NarkosetiefeDer Hauptgrund für den Einsatz von Trimix liegt wohl in der Vermeidung des Tiefenrausches bei tiefen Tauchgängen. Bekanntermaßen kann schon ab 30 Metern Tiefenrausch auftreten, wie ist es dann erst in Tiefen von 60-100 Metern. Dort mit Pressluft zu tauchen wäre wie Russisch Roulette mit 5-6 Kugeln in einer Revolvertrommel. Es ist auch gar nicht notwendig in solchen Tiefen mit Pressluft zu tauchen, da einem geeignete Gasgemische die Möglichkeit geben die Risiken bei solchen Tauchgängen sehr weit zu reduzieren, indem zum Beispiel sichergestellt wird, dass der Sauerstoffpartialdruck 1,6 bar nicht übersteigt und dass die vergleichbare Narkosetiefe auf einer relativ geringen Tiefe liegt. Berechnen lässt sich die äquivalente Narkosetiefe folgendermaßen: Man nimmt den Stickstoffanteil im Gasgemisch und berechnet den Stickstoffpartialdruck für die gewünschte Tauchtiefe, dann berechnet man auf welcher Tiefe mit Pressluft der gleich Stickstoffpartialdruck wäre und hat somit die äquivalente Narkosetiefe. Sauerstoffanteil im TrimixWenn wir mit einem Sauerstoffanteil von 21% tiefer wie 66 Meter tauchen überschreiten wir die Grenze für den Sauerstoffpartialdruck von 1,6 bar. Deshalb ist es erforderlich für tiefere Tauchgänge den Sauerstoffanteil zu reduzieren. Allerdings kann dann das Gemisch für die Oberfläche und den Abstieg / Aufstieg eventuell nicht mehr benutzt werden, da hierfür der Sauerstoffanteil dann nicht mehr ausreichend könnte. Das Gemisch sollte nur auf Tiefen benutzt werden wo ein minimaler Sauerstoffpartialdruck von 0,21 bar gewährleistet ist. Für geringere Tiefen wie Dekompressionsstop oder Oberfläche müssen andere Gemische mit ausreichendem Sauerstoffanteil benutzt werden, was in der Regel ohnehin getan wird, da man durch sauerstoffangereicherte Gemische versucht die Dekophase zu verkürzen. Der maximale Sauerstoffanteil lässt sich errechnen, wenn man die maximale Tauchtiefe und den maximal gewünschten Sauerstoffpartialdruck kennt.
Für die hier gemachten Angaben übernehme ich keine Haftung!!! |
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